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Ein Sonntag in San Francisco: Frühstück an der Fisherman’s Wharf

San Francisco ist für mich immer wieder ein Hauptgewinn im Flugplan-Lotto. Ob ein Tag in Haight Ashbury, ein Abend in Castro oder ein spontaner Roadtrip entlang der California State Route 1, mit jedem Mal verliebe ich mich mehr in diese Stadt. Nur diesmal, diesmal wollte es irgendwie nicht klicken zwischen San Francisco und mir. Das Timing war schlecht – der Umzug ist in den letzten Zügen und ich hätte am Abend vor Abflug lieber Kisten aus- als den Koffer eingepackt, ich brauche eigentlich gerade Ruhe und kein High Life (selbst wenn es in dieser Stadt ist), und zu allem Überfluss spielte das Wetter mit 15 Grad und Dauerregen auch nicht mit. Oder mir genau in die Karten? Denn wer vor schlechtem Gewissen nicht still sitzen kann, wenn draußen die Sonne scheint – und das dann auch noch in San Francisco! – der ist in meiner Situation fast schon dankbar für Regen und damit einen Grund, sich einfach mal mit einem Salat von Wholefoods und einem Kaffee aufs Hotelzimmer zu verkriechen. Was nicht heißen soll, dass …

Zum Sonntagsfrühstück nach Wien: Das Imperial Riding School Renaissance Vienna

Sie wohnt in Wien. Seit Jahren. Befreundet sind wir wesentlich darüber hinaus – aber häufiger als an Weihnachten, ab und zu zum Geburtstag oder zum Jahrgangstreffen sehen wir uns trotzdem nicht. Als ob diese 600 Kilometer unüberwindbar wären. Und dann kommt da diese Tour mit dem Sonntagvormittag frei in Wien – und die erste Reaktion ist eine Whats App Nachricht an sie. Eigentlich bin ich kein Fan davon, das gesamte Layover im Hotel zu verbringen. Aber manchmal sind die Aufenthalte tatsächlich so knapp, dass ein Frühstück außer Haus in mir mehr Stress als Freude auslösen würde, und für den Sonntagsbrunch im Imperial Riding School Renaissance Vienna mache ich da gerne eine Ausnahme – und in dieser Begleitung noch viel lieber. Das Vier-Sterne-Hotel, das zur Marriott Gruppe gehört, liegt mitten im 3. Bezirk unweit von Schloss Belvedere, dem Hundertwasserhaus und der Spanischen Hofreitschule – und hat ganz schön Geschichte! Die ehemalige Militärreitschule wurde ursprünglich 1850 erbaut und hat sich einen großen Teil des traditionellen Charmes gut erhalten. Von Verstaubtheit spürt man trotz all der Historie nichts …

Fernweh und Vorfreude: Kofferpacken für Kapstadt!

„Wenig ist großartiger als das Gefühl, Monate im Voraus einen Urlaub gebucht zu haben!“ plärrte ich im Dezember durch alle Kanäle. So sehr ich mein spontanes Nomadenleben liebe und so gerne ich von einem Tag in den nächsten lebe, mittlerweile ist für mich kaum etwas so entspannend als gewisse Termine einfach so früh wie möglich festzulegen, zu entscheiden so wird das jetzt gemacht und mich dann darauf verlassen zu können – und damit planen zu müssen. Vielleicht ist es das Gefühl von Sicherheit und Vorhersehbarkeit, das in meinem Leben sonst zu kurz kommt, weshalb ich nicht mehr wie früher bis zwei Tage vor Urlaubsbeginn warte ehe ich mich entscheide wo es hingehen soll – sondern dass mich im Dezember das Buchen von Flügen nach Kapstadt im Februar so wahnsinnig glücklich machte, einfach, weil dann etwas feststeht. Und die Vorfreude monatelang wachsen kann. Kennt ihr das Gefühl? Ich werde Fernreisen von jetzt an nur noch mit Vorlauf planen, mich gut informieren, mich von Seiten wie dieser inspirieren lassen und bloß nicht der Versuchung erliegen, lieber auf …

Flucht nach vorne in die Alpen – Auszeit im Hotel Tuxertal

Eigentlich bin ich kein Fluchttier. Ich bin großer Fan davon sich Aufgaben, Krisen und Problemen zu stellen, allein schon, weil das Gefühl danach so großartig ist. Aber ich bin noch größerer Fan davon seine eigenen Belastungsgrenzen zu kennen und sich selbst kleine Fluchten und Auszeiten zuzugestehen. Wenn man weiß, wobei man am besten abschalten kann, dazu die richtige Jahreszeit herrscht und ein Partner in Crime zur Stelle ist, der mit einem ins Auto steigt, dann sollte man das ausnutzen. Und zwei Tage lang mehrere Stunden am Stück an gar nichts denken. Bei mir ist das beste Mittel zum Zweck hier Pistenzeit. Nirgends kann ich so gut abschalten wie auf Ski. Deshalb also ab auf die A8, dem Stau trotzen, letztlich den Weg über die Landstraßen Österreichs einschlagen, die Maut umgehen und dafür den herrlichen Anblick vom Sylvensteinstausee und vom Achensee genießen. Und am Horizont die Berge sehen. Dann den Weg ins Zillertal einschlagen und das ganze Tal durchqueren bis wir im Tuxertal angekommen sind. Mit Sonne und blauem Himmel begrüßt werden, das typische Ferienort-Gefühl einsaugen …

Weihnachtsgeschenk im Flugplan: Ein Tag in Sankt Petersburg

Es gibt so viele Städte, so viele Länder die ich bereisen will. Bei denen ich es kaum abwarten kann, sie zu erkunden, durch ihre Straßen zu schlendern und ihre Luft zu atmen. Russland hat nicht dazu gehört. Sicher, das was ich bisher von Moskau gesehen hatte hat mich schon irgendwie beeindruckt, der Rote Platz im Allgemeinen und die Basilius-Kathedrale im Speziellen, aber ich sags euch wie es ist: Ich habe Russland bisher einfach gemieden. Sicher, man fliegt alles wenn man muss, aber drum gerissen hätte ich mich nicht. Bis jetzt. Jetzt kam nämlich dieser Tag frei in Sankt Petersburg, und obwohl ich mich eigentlich schon leicht erkältet fühlte und noch etwas von den Feiertagen in den Seilen hing ließ ich mich von der Motivation meiner Kollegen mitziehen – und fand mich wenig später auf dem Nevsky Prospekt wieder. Ein Tag in Sankt Petersburg beginnt auf dem Nevsky Prospekt Diese Paradestraße zählt zu einer der bekanntesten Straßen Russlands und führt viereinhalb Kilometer quer durch Sankt Petersburg. Und sie führt auf direktem Wege zum Zentrum meiner Aufmerksamkeit: …